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Aus Sicht des modernen Naturschutzes gibt es viele Argumente, die für eine Beweidung sprechen. Bislang wurde in der Naturschutzpraxis häufig mit kosten- und zeitintensiven maschinellen Pflegemaßnahmen versucht, entsprechende Gebiete offen zuhalten und eine vollständige Verbuschung zu vermeiden.
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 Beweidungsprojekte im In- und Ausland beweisen, dass eine extensive Pflegebeweidung durch robuste Haustierrassen den Naturschutzzielen mindestens so nahe kommt, wie mechanische Pflegearbeiten. Dabei wird Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit kombiniert, so dass die Landschaftspflege und –entwicklung langfristig kein Zuschussgeschäft sein muss.
Auch landwirtschaftliche Gründe sprechen für eine Beweidung. Für die Landwirtschaft unrentabel gewordene Grenzertragsstandorte werden wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt und können im Rahmen der Kulturlandschaftspflege mit Weidetieren bewirtschaftet werden. Dabei können sowohl großflächige Beweidungssysteme zur Entwicklung sich dynamisch verändernder halboffener Weidelandschaften geschaffen werden, als auch historisch gewachsene, kleinstrukturierte Kulturlandschaften als Charakterräume erhalten und gepflegt werden. |
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Reichstrukturierte Kulturlandschaft im Weserbergland
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In ihrem Bestand bedrohte alte Nutztierrassen eignen sich durch ihre Robustheit hervorragend für die extensive Pflegebeweidung und können somit sinnvoll in ihrem Bestand erhalten und gefördert werden. Auf diese Weise produziertes Fleisch hat durch die gesunde und natürliche Lebensweise der Tiere eine besonders hohe Qualität.
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