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Beweidung - warum?


Aus Sicht des modernen Naturschutzes gibt es viele Argumente, die für eine Beweidung sprechen. Bislang wurde in der Naturschutzpraxis häufig mit kosten- und zeitintensiven maschinellen Pflegemaßnahmen versucht, entsprechende Gebiete offen zuhalten und eine vollständige Verbuschung zu vermeiden.

Beweidungsprojekte im In- und Ausland beweisen, dass eine extensive Pflegebeweidung durch robuste Haustierrassen den Naturschutzzielen mindestens so nahe kommt, wie mechanische Pflegearbeiten. Dabei wird Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit kombiniert, so dass die Landschaftspflege und –entwicklung langfristig kein Zuschussgeschäft sein muss.

Auch landwirtschaftliche Gründe sprechen für eine Beweidung. Für die Landwirtschaft unrentabel gewordene Grenzertragsstandorte werden wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt und können im Rahmen der Kulturlandschaftspflege mit Weidetieren bewirtschaftet werden. Dabei können sowohl großflächige Beweidungssysteme zur Entwicklung sich dynamisch verändernder halboffener Weidelandschaften geschaffen werden, als auch historisch gewachsene, kleinstrukturierte Kulturlandschaften als Charakterräume erhalten und gepflegt werden.
Kulturlandschaft
Reichstrukturierte Kulturlandschaft im Weserbergland
In ihrem Bestand bedrohte alte Nutztierrassen eignen sich durch ihre Robustheit hervorragend für die extensive Pflegebeweidung und können somit sinnvoll in ihrem Bestand erhalten und gefördert werden. Auf diese Weise produziertes Fleisch hat durch die gesunde und natürliche Lebensweise der Tiere eine besonders hohe Qualität.

Bei den aufgeführten Projekttiteln (mit Angabe des Fertigstellungsjahres) handelt es sich um eine Auswahl. Wenn Sie über weitere Referenzprojekte unseres Büros informiert werden wollen, schicken wir Ihnen gerne unsere Referenzmappe per Post oder mittels e-mail zu.

  • Beweidungskonzept zur Pflege und Entwicklung eines Abgrabungskomplexes und zur Sicherung von Weißstorch-Nahrungsräumen in der "Windheimer Marsch" (2004)

  • Fachgutachten zur Einschätzung der Beweidungsfolgen im NSG Lüneburger Heide im Bereich des zukünftigen Beweidungsvorhabens "Radenbachtal" und "Schmale Aue"(2003)

  • Beweidungskonzept zur Entwicklung einer halboffenen Weidelandschaft in der Steveraue der Stadt Olfen mit Heckrindern und der Pferderasse "Konik" – Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft in einem kommunalen Kompensationsflächenpool (2002)

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